♥ Lese Empfehlung ♥

Veronika Serwotka ist hier ein absolut gelungener Auftakt für ihr High Fantasy Werk geglückt. Ihr fesselnder Schreibstil und die lebensnahen Charaktere machen dieses Buch zu einem rundum begeisternden ersten Band. Die Idee ist nicht nur toll, sondern wurde auch sehr gut umgesetzt. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!

Montag, 8. Januar 2018

Wenn der richtige Zettel fehlt - Von meinem steinigen Weg als Lektorin

Leute, Leute – ich bin gerade etwas traurig. Eigentlich müsste ich fast eher sagen, ich bin sauer. Ich fürchte, heute brauche ich mal Eure Unterstützung ;) Wenn mich jemand aufbauen kann, dann meine Leser ;) 

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Mein Name ist ja bekanntlich Programm. Ich bin Bloggerin und Lektorin aus Leidenschaft. Doch für einen Teil meiner Arbeit werden mir derzeit sehr viele Steine in den Weg gelegt. 

Ich spreche hier von meiner Tätigkeit als Lektorin.

Denn ein Papier soll (wie auch anders bei uns in Deutschland) darüber entscheiden, was ich angeblich kann – und was eben nicht.

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Ich habe nie Germanistik studiert. Natürlich könnte ich mich nun stundenlang darüber auslassen, wie doof meine Jugend war, und dass ich weder Geld noch Möglichkeiten hatte, um zu studieren. Aber das bringt mich nicht weiter. Und japp – ich habe mich erkundigt, ob man das per Fernstudium nachholen kann. Germanistik gibt es jedoch nicht als Einzelfach, ich könnte nur Kulturwissenschaften belegen. Das bringt mich aber nicht weiter und ist für mich als Mutter eines Kleinkindes und arbeitend in Teilzeit derzeit auch nicht das Richtige. :(

Ich möchte einfach mal sagen, dass ich wirklich etwas kann. Mir liegt die deutsche Sprache einfach. Unter anderem in ihrem Facettenreichtum in den Bereichen des Ausdrucks und der Präsentation in einem Manuskript.

Ich entdecke Logikbrüche, wenn sich der rote Faden der Story verliert, Stilbrüche …

Das aufmerksame und zielgerichtete Lesen ist mir einfach gegeben. Es ist mein Steckenpferd – war es bereits zu Schulzeiten.

Nun werde ich in meinem Können aber behindert – man will mich nicht. Jedenfalls gerade bei Verlagen nicht. Und weshalb? Tja – klein Teja hat nie Germanistik studiert.

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Nun hat uns die Geschichte ja bereits mehrfach gelehrt, dass ein Wisch mit einer Note nicht alles ist. Man kann auch etwas ausüben, ohne eine Unterschrift von einem Professor unter einem Dokument zu haben (oder wer auch immer das unterschreiben mag^^). Und zwar nicht nur irgendwie. Nein – ich kann das sogar sehr gut!

Wenn man einen erfolgreichen Absolventen eines Germanistikstudiums für ein reines Korrektorat haben möchte, kann ich das ja noch irgendwie verstehen. Allein die Kommata können den Kopf rauchen lassen ;)

Doch für ein Lektorat?

Zugegeben – die Berufsbezeichnung des Lektors ist nicht geschützt. Somit kann sich jeder so nennen, der glaubt mit Worten jonglieren zu können.

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Wisst Ihr, ich habe schon Lektorate überarbeitet, bei denen jemand zu Werke war, der sehr wohl studiert hat. Die Hände musste ich über dem Kopf zusammenschlagen – denn die Arbeit war wirklich mies! Nun, ich habe es ausgebügelt und viel Lob und Dankbarkeit erfahren.

Ihr seht also, ein Studium ist eben doch nicht alles.

Wie seht Ihr das, habt Ihr da schon Erfahrungen gemacht? Seid Ihr vielleicht selbst Autoren oder Lektoren und möchtet mir dazu etwas schreiben? Ich freue mich über Euer Feedback! :)

Alles Liebe
Gwnny (Teja)

Kommentare:

  1. Hi!
    Tja, über genau dieses Thema könnte ich mich jeden Tag aufregen! Für diverse Jobs wird man eben "nur" als wertig empfunden wenn man ein Studiumswisch hat. Viel wichtiger in der freien Wirtschaft ist aber praktische Erfahrung. So etwas ist Gold wert! Nichts gegen Studenten, es gibt ja auch engagierte und kompetende Leute, aber es gibt eben auch genügend andere. Ich sehe jeden Tag live was dabei rum kommt - nämlich absolut genau gar nichts.
    Ich kann Firmen nicht verstehen die stumpf nur nach Abschlüssen rekrutieren. Sie bekommen dann praktisch einen Azubi, nur eben frisch von der Uni, ohne Erfahrung ohne Ahnung von irgendetwas und die müssen sich genauso in einen geregelten Arbeitsalltag einfinden wie jeder andere Azubi aus der Schule. Da kommt erst einmal nicht viel an Arbeitsleistung rüber. Nur mit dem Unterschied das ich meine Bachelor's nicht mit einem Azubigehalt abspeißen kann.
    Ein Studium vermittelt eben kein Job spezifisches Fachwissen oder Hintergrundwissen, sondern nur Wissen als Plattform an dem man andocken kann (wenn man das will). Das gesamte System ist eben noch verbesserbar. ;-)
    Ich habe z.B. selbst mal 1 Jahr Germanistik studiert und wir haben dort übrigens keine Rechtschreibung oder Grammatik gelernt.

    Aber insofern du keine persönlichen Kontakte in die Verlagswelt hast, ist es natürlich schwer, ohne die gewünschten Anforderungen zu erfüllen, dort hinein zukommen. Mach dir darüber nicht zu viele Gedanken. Das trifft nicht nur auf deine Situation zu, sondern für viele andere begehrten Jobs/Firmen etc. ebenfalls. Ein cleverer Arbeitgeber rekrutiert die Top der Top und das wird eben nicht immer nur durch Noten ausgedrückt.

    Viele Grüße
    Twineety

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    1. Huhu Twineety :)
      Eine treue Leserin bist Du, das habe ich schon bemerkt :) Danke! <3

      Da hast Du allerdings recht. Die Sache mit dem "Papier" findet sich überall in der Arbeitswelt. *seufz* Ich versuche einfach weiterhin, meinen Weg zu gehen. Vielleicht habe ich ja irgendwann erfolg?! :)

      Liebe Grüße
      Teja

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